Energiekosten in der Gastronomie
Finde heraus wo dein Strom hingeht — und wie du bis zu 30% sparen kannst. Mit DEHOGA-Benchmarks, Geräte-Detailanalyse und konkreten Einsparmaßnahmen.
Energiekosten im Restaurant: Die größten Verbraucher
Energie ist nach Personal und Wareneinsatz der drittgrößte Kostenblock in der Gastronomie. Mit 6-10% des Jahresumsatzes schlägt sie deutlich zu Buche — vor der Energiekrise 2022 waren es noch 4-5%. Für ein durchschnittliches Restaurant bedeutet das 10.000-18.000 EUR pro Jahr allein für Strom und Gas.
Der größte Verbraucher ist die Küche: Kochen macht 30-40% des gesamten Stromverbrauchs aus. Konvektomaten, Herde, Fritteusen und Backöfen laufen oft stundenlang unter Volllast. Auf Platz zwei steht die Kühlung mit 20-26% — Kühlräume, Tiefkühler und Kühlvitrinen laufen rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Die Spülmaschine macht weitere 10-17% aus.
Der DEHOGA-Benchmark gibt Orientierung: Ein durchschnittliches Vollrestaurant verbraucht 135 kWh pro Quadratmeter und Jahr (Spanne: 100-200 kWh/m²/Jahr). Effiziente Betriebe kommen mit 100 kWh/m²/Jahr aus. Für Cafés und Bars liegt der Durchschnitt bei 100 kWh/m²/Jahr, für Imbisse wegen der intensiven Küchennutzung bei 160 kWh/m²/Jahr.
Die gute Nachricht: In den meisten Gastro-Betrieben schlummert ein Einsparpotenzial von 25-35%. Und viele Maßnahmen amortisieren sich in unter zwei Jahren.
Energiekosten berechnen
Berechne deine Restaurant-Energiekosten, vergleiche mit DEHOGA-Benchmarks und finde konkrete Einsparmaßnahmen.
Vorausgefüllt mit Durchschnittswerten für Gewerbe 2026. Passe die Preise an deine tatsächlichen Tarife an.
Stromkosten / Monat
456 €
1.688 kWh/Monat
Gesamte Energiekosten
456 €
/ Monat5.468 € / Jahr
Dein geschätzter Verbrauch: 135 kWh/m²/Jahr — DEHOGA-Durchschnitt: 135 kWh/m²/Jahr
Dein Verbrauch liegt im normalen Bereich. Mit gezielten Maßnahmen kannst du noch 10-20% einsparen.
Für genauere Ergebnisse nutze die Detailkalkulation im nächsten Tab — dort kannst du deine tatsächlichen Geräte einzeln erfassen.
Unverbindliche Schätzung — Die Werte basieren auf DEHOGA-Benchmarks und Branchendurchschnitten. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Gebäude, Geräteeffizienz, Betriebszeiten und vielen weiteren Faktoren ab.
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Top 5 Energiespar-Maßnahmen für Gastronomen
Sortiert nach Return on Investment — vom schnellsten Quick Win bis zur größten Langfrist-Investition.
LED-Umrüstung
ROI: 18-36 Monate70-90% der BeleuchtungskostenLED-Lampen verbrauchen nur 3-5 W/m² statt 15-30 W/m² bei Halogen. Bei einem 150 m² Restaurant spart das rund 1.900 EUR/Jahr. Die Investition von 1.500-3.000 EUR rechnet sich in unter 2 Jahren — einer der besten Quick Wins überhaupt.
Nachtabdeckung Kühltheken
ROI: 3-12 Monate20-35% KühlenergieKühlvitrinen und -theken, die nachts offen stehen, verschwenden enorme Mengen Energie. Einfache Nachtabdeckungen kosten 100-200 EUR pro Gerät und sparen 20-35% der Kühlenergie. Der schnellste Return on Investment aller Maßnahmen.
Induktion statt Elektroherd
ROI: 24-48 Monate20-30% weniger EnergieverbrauchInduktionsherde erhitzen nur den Topf, nicht die Luft drumherum. Das spart 20-30% Energie und reduziert die Hitzeentwicklung in der Küche — was wiederum die Klimaanlage entlastet. Dazu kochen sie schneller und sind sicherer.
Zeitgesteuerte Lüftung
ROI: 12-24 MonateBis zu 50% LüftungsstromKüchenlüftungen, die permanent auf Volllast laufen, verschwenden Energie. Eine bedarfsgesteuerte Lüftung mit Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren halbiert den Energieverbrauch — und zieht weniger klimatisierte Luft ab.
Moderne Spülmaschine
ROI: 18-36 Monate30-50% Energie, 40-60% WasserModerne Haubenspülmaschinen mit Wärmerückgewinnung nutzen die Abwärme zum Vorheizen des Frischwassers. Das spart 30-50% Energie und bis zu 60% Wasser gegenüber Altgeräten. Bei 60+ Spülgängen pro Tag summiert sich das schnell.
Was verbrauchen die einzelnen Geräte?
Übersicht der typischen Gastro-Geräte mit Anschlussleistung, Tagesverbrauch und monatlichen Stromkosten (bei 0,30 EUR/kWh).
| Gerät | Leistung | kWh/Tag | Kosten/Monat |
|---|---|---|---|
| Konvektomat (groß) | 18,9 kW | 50-90 kWh | 450-810 EUR |
| Konvektomat (klein) | 10,8 kW | 25-45 kWh | 225-405 EUR |
| Haubenspülmaschine | 11,2 kW | ~30 kWh | ~270 EUR |
| Elektroherd (4 Platten) | 12,0 kW | 25-38 kWh | 225-340 EUR |
| Induktionsherd (4 Platten) | 14,0 kW | 18-28 kWh | 160-250 EUR |
| Fritteuse (Elektro) | 8,0 kW | 15-25 kWh | 135-225 EUR |
| Kühlraum (begehbar) | 1,5 kW | 20-30 kWh | 180-270 EUR |
| Kühlvitrine (offen) | 0,8 kW | 12-18 kWh | 110-160 EUR |
| Warmwasserboiler | 6,0 kW | ~18 kWh | ~160 EUR |
| Beleuchtung (150 m², LED) | 0,6 kW | 6-8 kWh | 55-70 EUR |
| Beleuchtung (150 m², Halogen) | 3,0 kW | 20-30 kWh | 180-270 EUR |
Kosten berechnet bei einem Strompreis von 0,30 EUR/kWh und 30 Betriebstagen/Monat. Tatsächlicher Verbrauch hängt von Auslastung, Betriebszeiten und Geräteeffizienz ab.
Gas vs. Elektro in der Gastro-Küche
Gasherde sind in der Profi-Küche nach wie vor beliebt wegen der sofortigen Hitzeregulierung. Energetisch sind sie aber nicht zwingend besser: Der Wirkungsgrad eines Gasherdes liegt bei ca. 40-55%, ein Elektroherd kommt auf 60-70% und ein Induktionsherd auf 85-95%. Bei den aktuellen Gaspreisen (8-12 ct/kWh) und Strompreisen (28-35 ct/kWh) sind die Betriebskosten oft ähnlich — Induktion hat aber den besten Gesamtwirkungsgrad.
Häufig gestellte Fragen
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